Tight is right – warum man mit tightem Poker langfristig mehr gewinnt

Wer gerade erst neu im Bereich des pokern ist, der4 wird sich mit Sicherheit schon einmal den ein oder anderen Starting-Hand Chart angesehen haben. Hier gibt es spezielle Charts für Anfänger mit Karten, die sie aus bestimmten Situationen spielen dürfen.

Die meisten Spieler haben mit Sicherheit schon einmal den Begriff „tight is right“ gehört und versuchen nun ihre ersten Gehversuche mit diesen Charts. Doch warum wird eigentlich ein tightes Spiel empfohlen, obwohl man bei TV Serien wie High Stakes Poker oder Poker After Dark häufig sehen kann, dass vor dem Flop auch mit spekulativen Händen erhöht wird. Irgendetwas muss doch hier nicht stimmen, oder? Zunächst sollte man sich bewusst machen, dass das Spielen im Internet auf Seiten wie Poker Stars sich völlig von den High Stakes Tischen unterscheidet. Die TV Sendungen zeigen in der Regel auch nur Mitschnitte und außerdem sind die Spielzüge in diesem Bereich völlig anders.

Wenn man sich als Anfänger in texas hold em einen solchen Starting-Hand Chart betrachtet, wird man in der Regel folgende Kombinationen finden: AA, KK, QQ, AK, JJ, TT, Ako, Aq, 99, Aqo.

Über die Reihenfolge wird häufig diskutiert, doch dies würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Wichtig ist vorerst zu wissen, dass die oben genannten Hände ideal für ein tightes Spiel sind, da sie am meisten Equity haben. Der Begriff Equity kann als eine Art Vorteil betrachtet werden, denn die oben genannten Hände haben vor dem Flop gegen alle anderen Hände einen Vorteil und weisen bislang die größte Wahrscheinlichkeit auf einen Sieg auf. Dies ist auch der Grund warum viele Neulinge mit AA oder KK nicht so recht umgehen können, denn sie denken, dass diese Hände unschlagbar sind und gehen dementsprechend schon zu Beginn All-In.

Dennoch kann es sein, dass es nach dem Flop wieder völlig anders aussieht und man mit AA oder KK eben doch hinten liegt. Wichtig ist nur zu wissen, dass man auf lange Sicht mit diesen Karten mehr Equity hat als mit anderen. Als Anfänger sollte man sich nur auf die oben genannten Karten spezialisieren und erst im Laufe der Zeit, wenn zum einen die Bankroll gewachsen ist und zum anderen mehr Sicherheit da ist, kann man auch spekulative Hände mit aufnehmen.

Als Anfänger wird man sowieso nur die Microstakes auf Poker Stars oder bei anderen Anbietern spielen und hier ist die tighte Vorgehensweise am profitabelsten. Je höher es dann im Laufe der Zeit geht, desto lesbarer wird man und man muss auch ab und an andere Hände spielen, um die Gegner zu verunsichern.