Kriterien die das Spiel beeinflussen

Die Anzahl der Spieler

Die Wahrscheinlichkeit, dass einer Deiner Gegner eine bessere Hand als Du hat, ist bei mehr Leuten am Tisch höher als bei weniger Spielern. Bei mehr Leuten erhöht sich die Chance, dass die Gegner beim Flop günstigere Blätter erhalten. Mehr Spieler bedeuten, größere Konkurrenz!
Wie risikofreudig sind Deine Mitspieler
Wenn Du mehrere Runden mit Deinen Gegnern gespielt hast, hast Du vielleicht gemerkt, dass einer von ihnen jedes Mal vor dem Flop raist. Lass ihn den Blind gewinnen und kriege ihn, indem Du wieder raist, wenn Du einen guten Pre-Flop erzielt hast.

Dein Kontostand

Sofern Dein Geld knapp wird, solltest Du vorsichtig spielen. Andererseits kannst Du es Dir nicht gestatten zu lange zu warten, da die Blinds Deine Chips langsam „auffressen“. Deine Chance besteht darin, gute Karten zu kriegen und zu hoffen, dass viele Spieler in der Runde bleiben. Es wäre natürlich hervorragend, wenn alle Spieler immer noch im Spiel wären, wenn der Flop kommt – Du könntest brennend ihre Chips benötigen!
Deine Position am Tisch.

Spieler in einer späten Position haben die größten die Möglichkeiten auf die Größe des Pots Einfluss zu nehmen, weil sie mehr Informationen für Entscheidungen zu Verfügung haben, als die Spieler, die früher an der Reihe sind.

Deine Risikoeinstellung
Der Spiel-Verlauf ist auch davon abhängig,  was für ein Spielercharakter Du bist und welchen Spielstil Du hast. Die Spieler, die sich einen größeren Pot erhoffen,  werden ab und zu schon vor dem Flop riskanter spielen und raisen, insbesondere, wenn sie später an der Reihe sind.
Wann sollte ich raisen?
Leider gibt es keine handfeste Antwort auf diese Frage. Du kannst  Dir anschauen, wie Deine Gegner einen Einsatz von Dir beurteilen. Ein Einsatz kündigt verschiedenes an, entweder:
a)    “Ich habe die besten Karten und werde darauf setzen” oder,
b)    “Du hast ein schlechtes Blatt, und sobald  ich genug Geld setze, werde ich Dich dazu bringen zu folden.”
Üblicherweise setzt man, wenn man gute Karten hat. Von einem Spieler mit schlechtem Blatt erwartet man, dass er seine Karten wegwirft.
Leider ist es wirklich nicht so leicht. Die meisten Deiner Gegner werden gelegentlich diese Regel brechen und werden versuchen zu bluffen. Versuche, darauf nicht hineinzufallen, wenn Du Texas Hold’em Poker lernst. Wenn Du zu oft foldest, oder wiederum: nie, werden es Deine Gegner kinderleicht haben, Dich einzuschätzen. Die Taktik: setzen, wenn man ein ordentliches Blatt hat, folden, wenn der Gegenfall auftritt, sollte schon angewendet werden. Du sollst dennoch nicht pausenlos so spielen. Vielmehr solltest Du Dich bemühen, Deine Spielstrategie ständig zu verändern, um für die Gegner unlesbar zu werden.

Nachfolgend werden Situationen aufgeführt, die  Dir  dabei behilflich sein müssten Deine Strategie zu verfeinern.

“Blind Stealing”

Sofern Du den Dealer Button hast und außer Dir nur zwei Spieler geblieben sind, die SB und BB setzen, Du aber weiter raist nennt man dieses Verhalten als „Blind Stealing“. Es besteht die Chance, dass Deine Konkurrenten daraufhin folden werden. Sofern Du Dich in unter diesen Umständen nur für einen Call entscheidest, besteht die Möglichkeit, dass die Anderen checken, um mehr Karten für ein bestmögliches Blatt  zu erhalten. Dieser Trick wird Dich sicher nicht vermögend machen. Vielmehr ist es lediglich eine Taktik, die letzte Runde rasch zu beenden, um später ein neues mit mehr Leuten anzufangen.

Den Einsatz erhöhen und den Pot klauen (“The steal-raise”)
Sofern Du der letzte an der Reihe bist und alle Gegner sich für Check entschlossen haben, könntest Du erhöhen. Demzufolge werden vermutlich viele Deiner Konkurrenten dazu gebracht, zu folden und bestenfalls,  werden das sogar alle. Auf dieser Art hättest Du den Pot sieghaft „geklaut“. Verwende diesen Trick nicht andauernd, da erfahrene Spieler Dich durchblicken werden und sicherlich  nach Dir checken oder sogar raisen. “Steal-raise” verwendet man am besten mit guten Karten. Es wäre gut zu beobachten, ob Deine Gegner einen aggressiven oder ehe einen passiven haben, bevor Du diesen Trick verwendest.

Der “Check-Raise”

Du kannst Deine Gegner check – raisen, wenn Du ihnen ein wenig Geld aus der Tasche ziehen möchtest. Bei einem Check-Raise checkt man vorerst selbst, um nachher zu raisen, nachdem jemand gesetzt hat. Der Sinn dieser Strategie ist es, mehr Chips in den Pott zu erhalten. Diese Strategie eignet sich generell besser für das Limit als für No-Limit Spiel. Deine Absicht ist es, die anderen Spieler auf die falsche Spur zu locken, nämlich, dass Du das beste Blatt hast. Deine Konkurrenten machen wahrscheinlich dann mit, wenn sie schon Chips in den Pot gelegt haben.

“Der Eröffner”
Dieser freche Zug wird oft von den Spielern, die bluffen angewendet. Sind sie früh an der Reihe, bringen sie ihre Rivalen mit einem beträchtlichen Raise dazu, ihre Einsätze noch mal zu erhöhen. Der Plan hinter diesem Schritt besteht darin, die Anzahl der Rivalen, die um den Pot kämpfen, herunter zu schrauben. In gewisser Weise handelt es sich  um einen umgedrehten “Steal-raise”. Ein Raise wird gewiss dazu führen, dass viele Spieler ihr Blatt wegwerfen. Diejenigen Spieler, die übrig bleiben, gehören zu den kämpferischeren, die wirklich über gute Karten verfügen.